Kirschen > Gesundes über die Kirsche

"Kirschen sind lecker und gesund, liefern uns jede Menge Nährstoffe und Vitamine, zum Beispiel die B-Vitamine. Sie haben sogar sehr viel Folsäure, Niacin, Vitamin C. Sie haben viele Mineralstoffe, Magnesium, Kalium, Eisen, alles was sie so brauchen, und sie liefern eine ganze Reihe sekundäre Pflanzenstoffe, die dafür sorgen, dass unsere Immunabwehr gestärkt wird." (Brigitte Neumann, Ernährungswissenschaftlerin)

Das Kirschen gesund sind wusste man schon seit geraumer Zeit. So empfahl der griechische Arzt Dioskurides Kirschen als gut für den Bauch. Und den Kirschensaft als blutbildend, blutdrucksenkend und als hervorragendes Diätgetränk und in der Volksmedizin galt ein Aufguss von getrockneten Kirschenstängeln als schleimlösendes Hausmittel bei anhaltendem Husten der Kinder. Die grösste Heilkraft aber sagte man dem Kirschgummi zu. In Wein aufgelöst ergab dies nach altem Rezept einen hervorragenden Hustentrank.

Auch heute noch werden Kirschen im Gesundheitswesen gebraucht:
So werden Kirschenstiele verschiedenen Entfettungstees beigemischt. Kirschenstiele haben eine entwässernde Eigenschaft.
Im kirschenreichen Staat Michigan fand man an der Universität heraus, dass Kirschen gegen Schmerzen wirken. Rheumpatienten die täglich frische Kirschen assen, hatten viel weniger Schmerzen als andere. Man fand heraus, dass in 20 Kirschen gleich viel schmerzstillende Anthocyanine sind, wie in einer Tablette Paracetamol.


Aber nicht nur die Früchte wurden verwertet:
So wurden sorgfälltig getrocknete Kirschenblätter dem Tabak begemischt um ihn zu strecken und die zarten Blätter und Blüten wurden als Salat gegessen.

In den Kriegsjahren wurden die Steine zur Ölproduktion gepresst. Kirschensteino enthalten doch 35% Öl. Das Öl wurde dann aber nicht als Speiseöl, sondern als Lampen- und Schmieröl gebraucht. Bekannt sind natürlich auch die Kirschensteinkissen, die sich im Winter, schön aufgewärmt, sehr mollig und warm um die kalten Füsse schmiegen.

"Die Kirschkernkissen wirken wie eine Wärmflasche. Wenn Sie es anwärmen, zum Beispiel wenn Sie Bauchschmerzen haben oder Verspannungen, und es auf die betroffene Stelle legen. Sie können das warme Kissen auch sehr gut in den Nacken legen, oder Sie können es als Kühlkissen verwenden. Dann legen Sie es kurz in die Tiefkühltruhe." (Brigitte Neumann, Ernährungswissenschaftlerin)

Weniger bekannt ist jedoch, dass der Kirschgummi auch zu Filzhutproduktion gebraucht wurde. Mit dem Kirschgummi wurden die Hütte eingerieben um sie steif und wasserfest zu machen.

Und in England, dem Land der sauren Pickles, verwendet man Kirschenblätter zum Einlegen von Gurken.


Vorsicht vor Kirschen?
Muss man beim Verzehr von Kirschen vielleicht sogar Vorsicht walten lassen? Können sie Schaden anrichten? Da gibt es drei beliebte und schwer ausrottbare Vorurteile:
  • Vorurteil 1: 
Wer Kirschen isst, sollte kein Wasser dazu trinken, sonst bekommt er Bauchweh. Doch dass jemand Bauchweh bekommt, liegt nur an der Menge der verzehrten Kirschen.
  • Vorurteil 2:
Kischkerne auf keinen Fall verschlucken! Die Theorie ist, dass sie sich in einer Ausbuchtung des Darms festsetzen könnten. Doch sie werden ganz einfach wieder ausgeschieden.
  • Vorurteil 3:
Kirschkerne nicht zerbeißen! Denn Kirschkerne enthalten Blausäure. Besteht also Vergiftungsgefahr? Ein Kirschkern enthält so wenig Blausäure, dass es keinen Einfluss auf den Organismus des Menschen hat. Man kann sich höchstens die Zähne daran ausbeißen.


Nährstoff- und Energiegehalt der Kirsche (pro 100 gr Frischgewicht)


Energie 70.7 kcal (297 kJ)   Phosphor 17 mg
Protein 1.3 gr   Eisen 0.4 mg
Fett 0.5 gr   Vitamin A 5.8 ug
Kohlenhydrate 15.3 gr   Vitamin B1 0.05 mg
Nahrungsfasern 1.7 gr   Vitamin B2 0.07 mg
Natrium 3 mg   Vitamin C 6 mg