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Warum brauchen Kirschen ein Regendach?

Um den heutigen Marktanforderungen Gerecht zu werden setzen die Baselbieter Kirschenproduzenten auf Qualität und Innovation. Nebst den alten traditionellen Sorten wie Schauenburger, Basler Adler, Star werden heute neue Kirschensorten wie Kordia, Regina, Vanda, Christiana usw. angepflanzt.
Diese Kirschen sind gross, knackig, aromatisch, transportfähig und gut aussehend. Doch diese neuen Sorten haben auch einen grossen Nachteil. Wenn es vor der Ernte regnet, nehmen die Kirschen durch ihre grosse Oberfläche zu viel Wasser auf und platzen. Diese aufgeplatzten Früchte beginnen dann zu faulen und sind als Tafelfrüchte nicht mehr zu gebrauchen. In unserer niederschlagsreichen Gegend führte das leider nicht selten zu grossen Ertragsausfällen für die Kirschenproduzenten. Damit die Kirschen nicht platzen, muss man sie also nur vom Regen schützen. Das ist aber leichter gesagt als getan. Die ersten Versuche mit Regendächern für grosse Kirschbäume waren aufwendig und meistens nur bis zum ersten Gewittersturm erfolgreich. Erst kleinere Baumformen und innovative Kirschenproduzenten verhalfen dem Regendach für Kirschen zum Durchbruch.
Bei Pflanzung neuer Kirschenanlagen mit grossfruchtigen Sorten wird heute auch ein Gerüst für das Regendach erstellt. Vier Wochen vor der Ernte werden dann Dächer aus lichtdurchlässigen Folien Montiert um die Kirschen vor dem Regen zu schützen. Unseren Konsumenten bieten wir so durch die ganze Kirschenernte frische, grosse und aromatische Kirschen aus dem Baselbiet, auch bei Regenwetter!



Andi Kaufmann, Arbeitsgruppe Erwerbsobstbau